„Die Namen“ von Florence Knapp 

Gelesene Ausgabe: Eichborn bei Bastei Lübbe, Köln 2026

Ein Junge kommt auf die Welt. Wie soll er heißen? Bear, wie es sich die Schwester wünscht? Julian, wie die Mutter es möchte? Oder Gordon, wie es in der Familie des Vaters Tradition ist?

Florence Knapp erzählt in Die Namen in Siebenjahressprüngen, wie sich der Junge und das Leben der Familie durch die jeweilige Namensgebung entwickelt. Ich bin nicht überzeugt, dass sich die unterschiedlichen Werdegänge tatsächlich durch die verschiedenen Namen erklären.

Der Roman führt aber eindrücklich vor Augen, dass individuelle Entscheidungen, Taten und Nicht-Taten, ob gewollt oder nicht, neben dem eigenen auch das Leben anderer bestimmen und deren Möglichkeiten des Seins beeinflussen. Man geht eben nie nur seinen eigenen Weg. Grün.

November 2026