Gelesene Ausgabe: Piper Verlag, München 2026
Je länger ich über den Roman Theo in Golden des amerikanischen Autors Alan Levi nachdenke, desto befremdlicher finde ich ihn.
Es handelt sich um eine eher schlicht erzählte Heilsbringergeschichte, in der schnöder Kapitalismus kritisiert wird, monetärer Reichtum in Form von Kunstkäufen, teuren Geschenken und eingeflogener Eltern aber eine zentrale Rolle spielt.
Der Schenkende ist ein gütiger, älterer Herr mit, wie der Autor betont, buschigen Augenbrauen, der wohl nicht zufällig Theo heißt, was sich vom Altgriechischen „theos“ gleich „Gott“ ableitet. Und, kein Witz, er spricht diejenigen heilig, die sich von ihm beschenken lassen.
Dieses Buch ist ein Bestseller. Hoffen so viele Menschen auf einen Geld und Segen spendenden Erlöser? Trotz aller Sympathie für das Wirken der Hauptfigur: Hat sich für mich nicht gelohnt. Rot.
Oktober 2026
